27.05.2026, 08:26:19
Stellungnahme der KTM AG zu Medienberichten über Enduro-Modelle
Mattighofen (OTS) – Die KTM AG weist die in aktuellen Medienberichten erhobenen Vorwürfe, KTM würde illegale Motorräder in Verkehr bringen, entschieden zurück. Die KTM-Gruppe verkauft ihre Motorräder ausschließlich im Einklang mit den geltenden europäischen Vorschriften.
Die Berichterstattung beruht auf einem fundamentalen Missverständnis: Enduro-Modelle sind in ihrem Kern Sportgeräte, die jedoch im homologierten Auslieferungszustand auch auf öffentlichen Straßen gefahren werden dürfen. Diese duale Nutzbarkeit ist gewollt, notwendig und branchenüblich: Damit Enduro-Maschinen an offiziellen Wettbewerben teilnehmen können, müssen sie nach den Regularien des Motorrad-Weltverbands FIM zuvor in homologiertem Zustand ausgeliefert werden. Es handelt sich dabei weder um eine KTM-Besonderheit, noch um einen Vorgang, der KTM gegenüber dem Wettbewerb einen unzulässigen Vorteil verschaffen würde. Sämtliche KTM-, Husqvarna- und GASGAS-gebrandeten Enduro-Modelle verlassen unser Werk ausschließlich in straßenzulassungsfähigem, homologiertem Zustand.
Auf Wunsch des Kunden können diese Maschinen nach dem Erwerb vom Fachhändler für den Wettbewerbs- und Geländeeinsatz konfiguriert werden. Käufer unserer Enduro-Maschinen werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Straßenzulassung mit dem Umbau für den Wettbewerb erlischt und das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr verwendet werden darf.
Die in Europa vertriebenen Enduro-Modelle entsprechen rund 3 % des weltweiten KTM-Absatzes.
Auch die in den Berichten thematisierten Emissionsfragen verdienen eine sachliche Einordnung: Motorräder verursachen in Deutschland laut Umweltbundesamt rund 0,3 % der CO₂-Gesamtemissionen. Enduro-Wettbewerbsmodelle stellen davon nur einen geringen Bruchteil dar. Ihre Laufleistung liegt ein Vielfaches unter der von Straßenmotorrädern, da sie wenige Stunden im Jahr im Sport- und Trainingsbetrieb eingesetzt werden.
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